x
Info-Hotline: 01/581 13 27-11 |
Logo Austria Solar Logo Sonnenhaus Logo Lebensministerium Logo klima:aktiv Logo european solar days
 

Pellets – die gespeicherte Sonnenenergie

Bäume sind in der Lage, mit Hilfe der Photosynthese aus Sonnenenergie, Wasser und CO2 Holz zu bilden. Holz ist damit eine Form von gespeicherter Sonnenenergie. Wird ein Baum geerntet, wird er in der Regel in einem Sägewerk in Bretter geschnitten und zu diversen Produkten verarbeitet. Dabei fallen große Mengen an Spänen an. Diese sind der Rohstoff für die Herstellung von Pellets. Pellets zeichnen sich durch geringen Platzbedarf, einen ausgezeichneten Heizwert und einfache Manipulation aus.Pellets können in speziellen Zentralheizungskesseln oder Kaminöfen sauber und effizient verbrannt werden und liefern wesentlich kostengünstigere Wärme, als fossile Energieträger wie Heizöl.  

Wie werden Pellets hergestellt?

Holzpellets werden in Österreich in der Regel aus Säge- und Hobelspänen hergestellt. Die meisten Produktionsanlagen befinden sich am Standort großer Sägewerke. Zunächst müssen die anfallenden feuchten Sägespäne getrocknet werden. Die Energie dafür wird durch die Verbrennung von Rinde bereitgestellt, die ebenfalls im Sägewerk anfällt. In vielen Fällen wird bei der Rindenverbrennung nicht nur Wärme, sondern auch Strom produziert – die dabei anfallende Abwärme kann optimal für die Spänetrocknung genutzt werden.

Nach Trocknung und Zerkleinerung werden die Späne mit hohem Druck – ähnlich wie bei einem Fleischwolf – durch die Löcher einer sogenannten Matrize gepresst. Dadurch entstehen die Pellets.

Mit hohem Druck werden die Sägespäne durch die Bohrungen in der Matrize gepresst... und heraus kommen die Pellets.

Zur Erleichterung des Pressvorgangs werden geringe Mengen (max.1,8%) Mehl oder Maisstärke beigemengt. Die durch das Pressen erhitzten Pellets werden gekühlt, gesiebt und danach in Silos für die Lieferung zum Kunden gelagert bzw. in Säcke verpackt.

Wie werden Pellets geliefert?

Pellets für Zentralheizungen werden in der Regel mit einem Silo LKW zugestellt. Dabei werden die Pellets mit Druckluft durch einen Schlauch aus dem Silo in das Lager des Kunden eingeblasen. Die Befüllung mit einem Jahresbedarf (durchschnittlich 4-6 Tonnen)dauert etwa eine halbe Stunde.

Pellets für Kaminöfen werden in der Regel in Säcken verkauft. Supermärkte, Baumärkte, Lagerhäuser u.v.a. vertreiben Pellets in 10 und 15-kg-Säcken. Säcke können einzeln gekauft oder palettenweise zugestellt werden, wobei eine Palette rund eine Tonne Pellets (60-70 Säcke) enthält. Mit einem 15-Sack brennt ein Pelletkaminofen je nach Wärmebedarf etwa zwei Tage.

Worauf ist bei der Lagerung von Pellets zu achten?

Die wichtigsten Anforderungen an das Pelletlager sind, dass der Brennstoff vor Feuchtigkeit geschützt ist, der Lagerraum belüftet ist, sowie dass Einblasstutzen vorhanden sind, mit denen die Pellets von außen mit einem Tankwagen eingeblasen werden können.

Eine Prallschutzmatte muss angebracht sein, die verhindert dass die Pellets bei der Befüllung gegen die Mauer des Lagers schlagen.Im Lager müssen Elektro- und Wasserinstallationen unter Putz liegen. Es darf keine elektrische Beleuchtung im Lagerraum geben.

Die Befüllleitungen sollten ins Freie geführt werden und möglichst wenige Richtungsänderungen aufweisen. 90 Grad Bögen sollten unbedingt vermieden werden. Befüllleitungen müssen geerdet sein und aus Metall bestehen. Keineswegs zu verwenden sind Polokalrohre, da diese zur Bildung elekrostatischer Funken führen können.

Die LKW-Zufahrt muss eine Breite von 3m und eine Höhe von 4m aufweisen. Die Entfernung vom Standplatz des Silo LKW bis zu den Befüllstutzensollte nicht größer als 30 m sein.

Empfehlenswert ist die Verwendung von Sacksilos, die für eine optimale Lagerung und Entleerung des Brennstoffs sorgen und die auch im Heizraum aufgestellt werden können (bis zu 10 t Lagerkapazität). Auch im Garten vergrabene Erdtankssind bei Platzmangel eine mögliche Variante.

Die Anforderungen an ein Pelletlager werden in der ÖNorm M7137 im Detail beschrieben.

Wie funktioniert eine Pelletzentralheizung?

EinPelletzentralheizungskessel fördert den Brennstoff mit einem Sauggebläse oder einer Schecke aus dem Lager in den Brennraum. Die Pellets werden dort elektrisch gezündet und automisch rauchfrei verbrannt. Moderne Pelletkessel nutzen über 90% der im Brennstoff enthaltenen Wärme. Die Wärmeverteilung erfolgt über Radiatoren oder eine Fußboden- oder Wandheizung.

Pelletzentralheizungskessel gibt es für jeden Leistungsbedarf – von wenigen kW für Niedrigenergiehäuser bis zu über 1.000 kW für Hotels, Wohnhausanlagen oder Einkaufszentren.

Ein modernerPelletkessel bietet höchsten Komfort und vollautomatischem Heizbetrieb. Die Regelung der Heizung erfolgt über Thermostat. Viele neue Produkte bieten auch eine Überwachung der Heizung mittels Smartphone an.

Österreichische Heizkessel sind weltweit bekannt für Komfort, hohe Betriebssicherheit, minimale Emissionen und höchste Effizienz. Die bei der Verbrennung anfallende Asche muss meist nur ein- oder zweimal pro Heizsaison ausgetragen werden.

Wie funktioniert ein Pelletkaminofen?

Ein Pelletkaminöfen ist ein vollautomatisches Heizgerät, das bei minimalen Brennstoffkosten eine kleine Wohnung oder ein Niedrigenergiehaus gleichmäßig warm hält.

Der Pelletofen wird von oben mit einem Sack Pellets befüllt und hat meist Platz für 15 kg Brennstoff. Damit kann man rund zwei Tage lang heizen. Eine elektrische Zündung bringt die Pellets zum brennen. Die Heizstärke und die gewünschte Raumtemperatur lassen sich bei den meisten Modellen stufenlos regeln.

Der große Unterschied zum Stückholzofen ist die gleichmäßige Wärme und der geringe Brennstoffverbrauch. Außerdem heizt der Pelletofen, auch wenn man nicht im Haus ist und laufend Holz nachlegt. Ein weiterer Vorteil ist die geringe Menge an anfallender Asche. Nur alle 1-2 Wochen muss diese entfernt werden. Kohlebriketts haben im Vergleich einen zehn mal so hohen Aschegehalt.

Pellets in Säcken kann man bei jedem Baumarkt kaufen. Ein 15kg Sack kostet derzeit zwischen 4 - 5 €. Das bedeutet, dass man mit rund 2 bis 2,5 Euro Heizkosten pro Tag auskommt und dabei die gemütliche Wärme von brennendem Holz genießen kann.

Voraussetzung zum heizen mit Pellets ist ein geeigneter Kamin. Vor dem Ofenkauf ist deswegen eine Beratung durch den Rauchfangkehrer unbedingt zu empfehlen.

Pelletkaminöfen werden entweder als Zusatzheizung zu einem konventionellen Heizsystem oder als Hauptheizsystem in kleineren Wohnungen oder in Niedrigenergiehäusern verwendet.

Pelletkaminöfen beheizen den Raum direkt durch Wärmestrahlung und die Abgabe erwärmter Luft. Der Pelletofen erlaubt es, ohne große Investitionen und Umbauten einen erheblichen Anteil an konventionellen kostspieligen Energieträgern zu ersetzen. Einzige Voraussetzung ist ein geeigneter Kamin.

Pelletzentralheizungskaminöfen

Pelletzentralheizungskaminöfenverfügen über einen Wärmetauscher und können damit Wärme über Radiatoren abgeben und wie eine Zentralheizungskessel verwendet werden. Sie eignen sich eher für Objekte mit niedrigerem Energieverbrauch.

Manche Hersteller von Pelletzentralheizungskaminöfen bieten auch eine automatische Förderung von Pellets aus einem Lager über eine Saugleitung in den Ofen an.

Wo gibt es mehr Informationen?

Mehr Informationen zum Thema Pellets finden Sie bei proPellets Austria, dem Pelletsverband Österreich http://www.propellets.at/

 
Find us on Facebook Presse | Bildergalerie | Kontakt | Impressum